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über sadistische PR-Aktivitäten Der Pressespammer Dieser Zeitgenosse oder diese Zeitgenossin ist so von der eigenen Bedeutsamkeit und Superiorität gegenüber jeglichem Empfänger seiner/ihrer Botschaften durchdrungen, dass er nicht im Traum erwägt, das wichtigtuerische Gebrabbel in den fraglichen elektronischen Aussendungen könnte, nein: dürfte!, irgendwen NICHT interessieren. Wichtig ist diesem Typus Mensch, dem Adressaten das Gefühl der Inferiorität deutlich zu vermitteln. Hierzu bedient sich der Pressespammer zunächst eines Instruments, das er sich bei den traditionellen Spammern abgeschaut hat: des Opt-out-Links. So wie die Anbieter von VEE-Agra, C1AAL1Z, Zuper Mortgage oder Softwarez4Less ihre Müllmailz mit der schweinheiligen Formel beschließen No more mails? Click here!, so fordern unsere speziellen Freundchen unsereinen, der die Impertinenz besitzt, den Junk nicht haben zu wollen, dazu auf, sich gefälligst selber aus dem Presseverteiler zu tilgen (in den er sich freilich nie eingetragen hat). Geht man dann noch so weit, diese megaschlauen Herrschaften und Damschaften zu fragen, wie um alles in der Welt sie auf den hirnrissigen Gedanken kommen, man warte sehnsüchtig darauf, die Kunde vom neuen Premium-Portal für Castrop-Rauxeler Laienspieler in die Öffentlichkeit zu tragen oder die Wahl eines Vorstandsmitglieds des Mittelvorderasiatisch-Berlinischen Handelsvereins, und fragt man dann noch, welcher betrügerische Adress-Großist ihnen denn bitteschön da Adressen angedreht habe, die mit der möglicherweise passenden Zielgruppe ja nun aber auch nicht den Hauch eines Berührungspunkts haben, ja dann hat man diese PR-Sadisten an dem Punkt, an dem sie ihr wahres Ich offenbaren. Sie verlieren die Beherrschung, kommen aus der Deckung, keifen, poltern, zeigen ihre Blößen. Und dann schlägt man verbal-brutal zurück. Denn nichts, aber auch gar nichts macht einen PR-Sadisten mehr fertig als ein Gegenüber, das ihn in die Rolle des Masochisten drängt. Am meisten wurmt diese Leute dabei das Gefühl, kalt erwischt worden zu sein: Haben sie doch tatsächlich dem Halunken, der ihnen die bei seinem Ex-Arbeitgeber geklauten Daten per Internet-Auktion verhökert hat, einen vierstelligen Betrag für den Datenschrott überwiesen. DAS tut vielleicht weh! Ähnlichkeiten mit wahren Begebenheiten sind nicht zufällig, gelegentliche Selbsterkenntnis durchaus beabsichtigt ;-) Copyright © 2002-2005 by Ulf J. Froitzheim Alle Rechte und Links vorbehalten.