UJF über sadistische PR-Aktivitäten





Die Open-Domain-Mailerin


Linux, Apache, Open Office – diese Begriffe stehen bei Kennern für Software, die der Allgemeinheit ohne Zahlung von Lizenzgebühren offensteht. Jeder darf sie nicht nur nutzen, sondern soll sich auch an ihrer Verbesserung und Weiterentwicklung beteiligen.


Bei elektronischen Presseverteilern, vulgo: E-Mail-Adressbüchern, bahnt sich womöglich gerade ein ähnlicher Trend an: Eine Multimedia-Agentur, tätig in öffentlich-dienstlichem Auftrag, versandte unlängst eine eminent wichtige Neuigkeit an mehrere Hundert Empfänger – Redaktionen, Redakteure, freie Journalisten, eingestellte Zeitschriften u.v.a.m. Die nicht enden wollende, durchaus verbesserungsfähige Liste ließ sich mit einem Klick ins eigene Adressbuch übernehmen, denn sie war ins Eingabefeld „CC:“ eingetragen. Wäre es „BCC:“ gewesen, niemand hätte geahnt, wie viele Personen diese Meldung sehen durften, welche dem Datum nach übrigens aus der Zukunft kam.


Der Absenderin gebührt jedenfalls ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde: Nie zuvor hat der Betreiber dieser Website ein vergleichbar dickes Adressbuch auf einen Schlag erhalten. Die meisten Open-Domain-Mailer hatten sich bisher damit begnügt, wenige Dutzend Adressen unters Volk zu bringen. Nun kann unsereiner nur noch hoffen, dass die Hundertschaften von Adressaten ihre Mail-Programme so gut unter Kontrolle haben, dass nicht bald eine neue Flut von Viren, Würmern, Trojanern und Spam hereinströmt, gegen die irgendwann nur noch der Wechsel zu einer neuen E-Mail-Adresse hilft.





Ähnlichkeiten mit wahren Begebenheiten sind nicht zufällig, gelegentliche Selbsterkenntnis durchaus beabsichtigt ;-)



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