UJF
über sadistische PR-Aktivitäten
Liebe Public-Relations-Spezialisten,
Sie wissen es: E-Mail ist eigentlich ein wunderbares Werkzeug für die Öffentlichkeitsarbeit. Man erreicht in Minutenschnelle seinen Adressaten, ohne ihn mit Faxgeratter zu nerven und Altpapierberge zu produzieren. Irrelevantes kann der Empfänger blitzschnell löschen, Wichtiges bequem archivieren.
Einzelne Sadisten unter Ihnen haben sich allerdings perfide Methoden ausgedacht, dieses wunderbare Werkzeug in ein Folterinstrument zu verwandeln, mit dem sie uns Journalisten ziemlich fies piesacken können.
Für den Fall, dass auch Sie einen Journalisten kennen, den Sie gerne mal so richtig ärgern wollen, hier eine kleine Typologie der Folterknechte und Foltermägde, von denen Sie lernen können. Klicken Sie die Typen ruhig mal an!
...interessieren sich nicht im Mindesten dafür, ob der Empfänger Interesse hat, und werden pampig, wenn er meckert.
...stellt all ihren Bekannten und Unbekannten ihren gesamten Presseverteiler kostenlos zur freien Verfügung...
Die Vordränglerin aus der Zukunft (Trilogie der No-Nos)...
...schickt ihre Nachrichten aus dem Jahr 2024 zurück in die Gegenwart...
Der Spin(n)-DOCtor (Anhangsanhänger)...
...füllt sein Publikum mit Word-Attachments ab, bis es den Leuten schwindlig wird...
Der Faxist (auch: gemeiner Zeiträuber)...
...kann sein erotisches Verhältnis zu Papier und Kugelschreiber nicht verbergen und mißbraucht das E-Mail-System als Transportvehikel für Formulare...
Der Topsecretist (dt.: Heimlichkeitsarbeiter)...
...macht aus allem, was er mailt, ein Geheimnis, das dann nur leider niemand lüften will...
Der Fünffachmoppler (Redundanzfachmann)...
...usurpiert die Inboxen unschuldiger Journalisten mit vielen Kopien immer gleicher Belanglosigkeiten...
Der Fotofetischist (manisch-digitaler Knipser)...
...peppt seine Botschaften mit Lichtbildern auf, die keiner brauchen kann...
Wer weitere Beispiele entdeckt, leite das Beweismaterial bitte weiter an pr-box@ujf.biz. Danke.
Ähnlichkeiten mit wahren Begebenheiten sind nicht zufällig, gelegentliche Selbsterkenntnis durchaus beabsichtigt ;-)
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