ujf @ highTech



Es war einmal ein Wirtschaftsmagazin mit Schwerpunkt Technik – oder war es ein Technikmagazin mit Schwerpunkt Wirtschaft? Egal: Dieses Zwitterwesen namens highTech war von Oktober 1989 bis zu seinem Ableben Ende 1991 meine berufliche Heimat.

Leider wussten zu wenige Leser und Anzeigenkunden das Blatt zu würdigen, so dass die Verlagsgruppe Handelsblatt uns die Mittel entzog und sie in andere Verlustbringer investierte.

Wer heute seine Nase in die alten Hefte steckt, merkt schnell, dass entweder wir unserer Zeit um Jahre voraus waren – oder dass vieles, was sich heute als letzter Schrei ausgibt, schon eine fast zwanzigjährige Geschichte hinter sich hat. Es stimmt wohl beides.

Ein Blick in dieses Archiv verrät auch, welch bescheidene prognostische Fähigkeiten das damalige Management der High-Tech-Industrien auszeichneten: Bis zum Jahr 2000, so war 1991 in der highTech zu lesen, rechnete die Telekom mit drei Millionen Handybesitzern in Deutschland. Die Realität übertraf die Vorhersage um schlappe 1500 Prozent.

Hier ist er: Der Rückblick in die Zukunft der Vergangenheit...



2/1990

Technik als Heilmittel fürs

Gesundheitswesen –

schön wär's gewesen







11/1990

Fuzzy Logic

(heute ganz selbstverständlich,

aber nur da, wo es passt)




...und noch mehr nostalgischer Lesestoff für Nineties-Fans:

Warum im IBM-Rechenzentrum fast jemand hätte ertrinken können

Warum der ICE anfangs das Gespött der Fahrgäste war

Wie sich der spätere Fußballsponsor Erich Lejeune selbst öffentlich bloßstellte

Was OB Georg Kronawitter gegen die Attraktivität des Standorts München tat

Warum der Apple-Chef „Diesel“ hieß

Welchen Ärger es beim Bau des Eurotunnels gab

Warum Informatik die wichtigste Disziplin bei den Winterspielen von Albertville war

Womit Portland/Oregon Silicon-Valley-Flüchtlinge anlockte

Vom Versuch bayerischer Sunnyboys, den Bootslärm von den Seen zu verbannen



Übrigens: Dass ein forschungsstarkes Industrieland wie Deutschland eine Zeitschrift braucht, die den Zusammenhang von Wirtschaft und Technik beleuchtet, hat der Heise Verlag begriffen. Er gibt die Technology Review heraus, in der Sie seit November jeden Monat meine Kolumne "Froitzeleien" lesen können.

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